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Rondo Veneziano 4

24.10.2009

Der letzte Tag in Venedig.
Am Morgen trennten M1ao und ich uns, sie fuhr weiter in Richtung Griechenland.
Mich brachte gegen 10:00 Uhr ein Boot zum Marcus Platz.

Da ich immer noch nicht kulturmüde war besuchte ich dort zuerst einen Pavillon, der in der ehemaligen Chiesa di Santa Maria della Pietà untergebracht war.

MAROKKO





Fathiya Tahiri










 Mahi Binebine








Der zweite Kunstflug führte in die Militärkaserne Presidio Militare Caserma “Cornoldi”, wo auch wirklich lebendige Soldaten herum liefen. Die Ausstellung wurde im Hof präsentiert.

MONACO




Philippe Pastor, The Sky is Watching the Earth, Mischtechnik


 





Philippe Pastor, The Sky is Watching the Earth, Mischtechnik






Mir blieben noch ein paar Stunden Zeit, um die Stadt zu erkunden. Zuerst nutzte ich das Vaporetto von der Station San Marco, um im Zickzack die Lagune zu überqueren.
Die Anlaufpunkte lagen im Wechsel auf den Inseln Giudecca und Venedig.

Für mich als Liebhaber von Schiffsfahrten war dies sehr vergnüglich.
Das Wetter spielte mit, die Cafes am Ufer waren gut besucht und Menschen gingen in die imposanten Kirchen mit Bootsanleger.


In der Nähe der Landungsbrücken für die Kreuzfahrtschiffe stieg ich aus.
Ich plante noch eine Fahrt auf dem Canale Grande.
Da erreichte mich ein Anruf von M1ao, sie teilte mit, dass sie meinen Ausweis in ihrem Gepäck entdeckt hatte.


Leider bestehen die Flughäfen darauf, dass man / frau ein Dokument mit Foto vorzeigen kann, doof wenn es fehlt.
Zum Glück hatten wir eine zündende Idee, M1ao suchte ein Faxgerät zum Senden, ich fand eines zum Empfangen in einem Hotel, so hielt ich wenig später eine ziemlich dunkle Kopie meines PA in den Händen.
Trotzdem war mir der Tag etwas verhagelt.


Da half auch nicht, dass die Sonne herauskam. In Erwartung einer schwierigen Aufgabe ging ich zum Bahnhof.
Die Tauben am Bahnhof waren glücklicher als ich, fliegen können die auch ohne Pass.
So saß ich sauertöpfisch vorm Bahnhof, las ich im Katalog der Biennale und wartete auf den Zug.
Ich ließ den Reigen der Kunstwerke noch einmal Revue passieren.


Mein Abflughafen war noch weit, um den Aeroporto Internazionale Orio al Serio
bei Bergamo zu erreichen, benötigte ich noch 3,5 Stunden. Der Vorteil, für wenig Geld zu fliegen, war durch den Preis der Bahn- und Busreise wett gemacht.


Nach einigem Hin und Her gelang es mir, dass Ryan Air mich nach Berlin mitnahm. Da störte es dann auch nicht mehr, dass sich das Flugzeug 2,5 Stunden verspätete und das ich das Gefühl hatte bei einer Kaffeefahrt dabei zu sein. Fünf mal wurden Waren angeboten und das in Englisch, Deutsch und Italienisch. Langweilig wurde mir dabei nicht.
Nach der wieder mal langwierigen Tour von Schönefeld bis Steglitz war ich dann irgendwann glücklich daheim.